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Wichtig fürs Gehirn

  • Autorenbild: Oliver Meißel
    Oliver Meißel
  • 15. Apr.
  • 2 Min. Lesezeit

Was Hörgerät und Brille mit Demenzprävention zu tun haben, zeigt die gemeinnützige Alzheimer Forschung Initiative (AFI). Denn unbehandelte Hör- und Sehschwächen können das Demenzrisiko erhöhen. So steuern Sie bei Angehörigen und sich rechtzeitig gegen.


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Unbehandelte Schwerhörigkeit gehört zu den größten Risikofaktoren im mittleren Alter. Auch Sehbehinderungen können das Demenzrisiko erhöhen, insbesondere wenn im hohen Alter nachlassende Sehkraft und Augenerkrankungen nicht behandelt werden", erklärt Dr. Anne Pfitzer-Bilsing, Leiterin der Abteilung Wissenschaft der AFI.

Ein nachlassendes Hörvermögen komme meistens schleichend. Oft bemerkten es Betroffene selbst zunächst gar nicht. Dem Umfeld fällt aber auf, dass immer häufiger Nachfragen kommen oder der Fernseher lauter gestellt wird. "Menschen, die schlecht hören, verarbeiten weniger akustische Reize. Viele reagieren auch mit Rückzug, weil sie Gesprächen nicht mehr so gut folgen können oder schnell müde werden", führte Dr. Linda Thienpont, heute stellv. Geschäftsführerin der AFI, bereits in einer früheren Pressemitteilung zum Thema in 2024 aus.

Weil Menschen mit Hör- und Sehproblemen weniger Reize und Informationen verarbeiten, reagieren

sie also mit Rückzug. Wer aber soziale Kontakte meide, fordere sein Gehirn nicht ausreichend. "Bei Schwerhörigkeit werden außerdem Hintergrundgeräusche nicht mehrwahrgenommen, die das Gehirn auch aktiv halten. Die Folge: Die geistige Leistungsfähigkeit nimmt ab und das Risiko für Demenzerkrankungen wie Alzheimer steigt", ergänzt Dr. Pfitzer-Bilsing.


So steuern Sie gegen


"Schwerhörigkeit wird oft noch nicht so ernst genommen. Während es ganz normal ist, im Alter eine Brille zu tragen, tun sich viele Menschen mit Hörhilfen schwer. Das kann aber schwerwiegende Folgen haben. Deshalb sollte man das Hörvermögen regelmäßig in einer HNO-Praxis oder von einem Hörgeräteakustiker überprüfen lassen. In den meisten Fällen kann ein Hörgerät helfen, Defizite auszugleichen", erläutert Pfitzer-Bilsing. Wird eine Hörhilfe ärztlich verordnet, übernimmt die Krankenkasse die Kosten bis zu einem bestimmten Höchstbetrag. Ist die Schwerhörigkeit krankheitsbedingt, sollte die Ursache behandeln werden.


Wer soziale Kontakte wegen Schwerhörigkeit meidet, fordert sein Gehirn nicht ausreichend.


Wichtig ist es, sich früh genug darum zu kümmern. Pfitzer-Bilsing: „Wenn man zu lange mit einer Schwerhörigkeit lebt, gewöhnt sich das Ohr daran. Wenn dann mit einem Hörgerät korrigiert wird, erscheinen Stimmen und Geräusche unangenehm laut und das Hörgerät landet in der Schublade. Das ist natürlich nicht hilfreich."


Mit allen Sinnen weiter am Leben teilnehmen.


Auch wer schlechter sieht, sollte die Ursachen fachärztlich abklären und behandeln lassen. Sehhilfen

wie eine Brille oder die Behandlung von Augenkrankheiten können dazu beitragen, die Sehkraft länger zu erhalten. „Lassen Sie regelmäßig Ihre Augen untersuchen. So kann Ihre Brille entsprechend angepasst und Augenerkrankungen können frühzeitig behandelt werden. Wer gut hört und sieht, kann weiterhin aktiv am Leben teilnehmen und Gesprächen besser folgen. Das Gehirn wird gefordert und bleibt leistungsfähiger", betont Pfitzer-Bilsing.


Info: Die AFl ist ein gemeinnütziger Verein, der das Spendenzertifikat des Deutschen Spendenrats trägt. Die Initiative stellt kostenlose Broschüren zur Verfügung und informiert auf ihrer Webseite www.alzheimer-forschung.de informiert über die Alzheimer-Krankheit und andere Demenzen.


Risiken im Überblick


Seh- und Hörschwäche gehören zu insgesamt 14 Risikofaktoren, die die AFI in der Broschüre ,Alzheimer vorbeugen - Gesund leben, gesund altern" zusammengestellt hat, darunter finden sich


u. a.:

  • Übergewicht

  • Zu wenig Schlaf

  • Rauchen

  • Kopfverletzungen

  • Bluthochdruck

  • Diabetes

  • Depressionen


Die Broschüre können Sie kostenlos bestellen bei der gemeinnützigen Alzheimer Forschung Initiative e.V., Kreuzstr. 34, 40210 Düsseldorf;

Telefonnummer 0211 - 86 20 66 0;

Webseite: www.alzheimer-forschung.de/ alzheimer-vorbeugente

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