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Verband: Eckpunkte verfehlen Anspruch

  • Autorenbild: Oliver Meißel
    Oliver Meißel
  • 1. Juni
  • 3 Min. Lesezeit

Aktualisiert: vor 2 Tagen

Der am 11. Dezember 2025 veröffentlichte Bericht der Bund-Länder-Arbeitsgruppe "Zukunftspakt Pflege" gibt dem Bundesverband wir pflegen e. V. Anlass zu deutlicher Besorgnis. Zwar erkennt der Verband den politischen Anspruch an, Pflege nachhaltig abzusichern und Familien zu entlasten. Doch die vorgelegten Eckpunkte verfehlen nach einer ersten Einschätzung des Verbands diesen Anspruch und drohen, zentrale Ungerechtigkeiten im Pflegesystem zu verschärfen". Der Bundesverband kritisiert primär das Diktat, weitreichende Verbesserungen der Pflegefinanzierung und -versorgung ohne Mehrausgaben rein aus derzeit finanzierten Leistungen schaffen zu wollen. Sebastian Fischer, Vorstand des Verbands, sagt dazu: „Wenn mehr Ressourcen aus der bereits mangelhaften Versorgung in verbesserte Präventionsmaßnahmen, Rehabilitation und die Deckelung stationärer Eigenanteile umgesteuert werden sollen, muss dies unter dem ,Diktat der Sparmaß-nahmen' logischerweise zu erheblichen Kürzungen in anderen - vermutlich ambulanten und häuslichen - Leistungsbereichen führen."

Damit drohe eine systematische Verschärfung der Pflege-Triage: Ohne gezielte Investitionen werden Leistungsverbesserungen und eine intensivere fachpflegerische Begleitung für Menschen mit geringerem Pflegebedarf zwangsläufig zu Kürzungen bei Menschen mit höherem Pflegebedarf führen. Fachpflegerische Unterstützung würde denjenigen entzogen, die sie am meisten brauchen und bestehende Ungerechtigkeiten im ohnehin unzureichenden Pflegesystem würden weiter verschärft werden." Als besonders ungerecht kritisiert der Verband die geplante Begrenzung der Eigenanteile lediglich für die stationäre Pflege. Diese Maßnahme führe zu einer systematischen Umverteilung zulasten derjenigen, die zu Hause pflegen.


Mit Rollator durch den Winter


Die Aktion "Das sichere Haus (DSH)" gibt anlässlich des markanten Winterwetters in diesem Jahr Tipps zum sicheren Wintereinsatz des Rollators:


  • Stellen Sie sicher, dass die Bremsen zuverlässig funktionieren und der Rollator optimal gewartet ist.

  • Reifenprofil: Kleine Reifen mit geringem Profil sind bei Eis und Glätte riskant. Für einige Rollator-Modelle gibt es Outdoorreifen zum Beispiel aus Softgummi. Ein Reifenwechsel wie beim Auto ist möglich. Lassen Sie sich im Fachhandel beraten.

  • Beleuchtung: Die Auswahl an Reflexbändern, „Blinkis" und Sicherheitslichtern mit LED-

    Technik zum Wiederaufladen ist riesig.


Förderung von Alzheimer-Forschungsprojekten


Seit rund fünf Monaten sind neue Alzheimer-Medikamente in der EU verfügbar. Sie markieren einen wichtigen Schritt in der Behandlung der Krankheit. Gleichzeitig bleibt Alzheimer eine komplexe Erkrankung, deren Ursachen, Verlauf und individuelle Ausprägungen noch nicht vollständig verstanden sind. Eine Heilung gibt es bislang nicht. Die gemeinnützige Alzheimer Forschung Initiative (AF], alzheimer-forschung.de) setzt deshalb eigenen Angaben zufolge „weiterhin auf unabhängige Forschung entlang des gesamten Krankheitsverlaufs. Seit Anfang des Jahres fördert die AFI 18 neue Forschungsprojekte mit insgesamt rund 2,45 Millionen Euro - so viele Projekte und eine so hohe Fördersumme wie noch nie zuvor in der Geschichte der AFI."


Haferflocken senken Cholesterinspiegel

Haferflocken, Cholesterin, Cholesterinspiegel, Studie Universität Bonn, Bluthochdruck

Eine kurzzeitige Haferkur scheint den Cholesterinspiegel überraschend stark senken zu können.

In diese Richtung deutet eine Studie der Universität Bonn, die jetzt in Nature Communications erschienen ist. Die Versuchspersonen litten am metabolischem Syndrom - einer Kombination aus Übergewicht, Bluthochdruck sowie erhöhten Blutzucker- und Blutfettwerten. Sie nahmen zwei Tage eine kalorienreduzierte Kost zu sich, die fast nur aus Haferflocken bestand. Gegenüber einer Kontrollgruppe verbesserten sich ihre Cholesterinwerte daraufhin deutlich. Selbst nach sechs Wochen ließ sich dieser Effekt noch nachweisen. Offenbar beeinflusste die Diät die Zusammensetzung der Mikroorganismen im Darm.


Täglich Barrieren überwinden


Hindernisse auf Straßen, unverständliche Behördenbriefe, nicht nutzbare Verkehrsmittel: 6,8 Millionen Menschen mit Behinderungen treffen im Alltag noch immer auf Barrieren. Anlässlich des Internationalen Tags der Menschen mit Behinderungen am 3. Dezember hat das Prognos Institut gemeinsam mit Prointent genauer hingeschaut, wo für Betroffenen in Deutschland die größten Hindernisse liegen. Die Barrieren, auf die Menschen mit Behinderungen im Alltag treffen, sind zahlreich und weit mehr als fehlende Rampen und Aufzüge. Große Hindernisse liegen u. a. in folgenden Bereichen:


Barrieren, nicht nutzbare Verkehrsmittel, Behinderung, Rollstuhl
  • Viele Betroffene können den Weg zur Arbeit oder zur Schule nur mit großem Aufwand oder gar nicht bewältigen: Rund ein Drittel ist mit Hindernissen auf Gehwegen konfrontiert, ein Viertel mit unverständlichen Lautsprecherdurchsagen.


  • Öffentliche Verkehrsmittel sind für Menschen mit Behinderungen teilweise gar nicht oder nur schwer zugänglich.

  • Nachholbedarf besteht auch im Kontakt mit Behörden: Die Hälfte der Menschen mit Behinderungen nimmt Dokumente von Behörden als unverständlich oder kompliziert wahr.

Mehr zum Thema: vinc.li/4pViMal


Pflege im Heim wird immer teurer


Mit durchschnittlich 3.245 Euro im ersten Aufenthaltsjahr hat sich die monatliche Eigenbeteiligung für Pflegebedürftige im Pflegeheim erneut deutlich erhöht. Dies zeigt eine aktuelle Datenauswertung des Verbands der Ersatzkassen (vdek). Politische Reformen zur finanziellen Entlastung der Pflegebedürftigen sind aus Sicht des vdek überfällig.


• Details der Auswertung finden Sie online unter: vinc.li/4jZNIVO



 
 
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